ZUM PROJEKT
Das Projekt Zwischenräume umfasst die Vernetzung und Dokumentation von Erinnerungsorten zu Widerstand und Verfolgung in Niederösterreich. In einem ersten Schritt wurden dabei 2017/2018 Orte rund um das Museum ERLAUF ERINNERT und die KZ-Gedenkstätte Melk in den Blick genommen. Dabei wurden verschiedene Gedenkinitiativen und ForscherInnen kontaktiert und vernetzt - auch um spezifisches Quellenmaterial zu sammeln, das oft abseits traditioneller Institutionen wie Museen und Gedenkstätten vorhanden ist und der wissenschaftlichen Forschung nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Im Herbst 2017 fand eine  Exkursion mit Master-Studierenden der Universität Wien statt. Bei dieser Gelegenheit wurden angehende WissenschafterInnen erfolgreich an neue Quellenbestände herangeführt und die bestehende Gedenkarbeit in einem wissenschaftlichen Zusammenhang diskutiert. Im März 2018 fand schließlich eine Präsentation der Ergebnisse in Form der Website und einer Ausstellung im Museum ERLAUF ERINNERT statt. Bei dieser Gelegenheit trafen engagierte mit interessierten Menschen zusammen und führten einen regen Austausch zum Zustand der Erinnerungslandschaft in der Region.

In der zweiten Projektphase, die mit Frühjahr 2019 begonnen hat, wurde die Landkarte um sieben neue Standorte erweitert. Geografisch weit gestreut, eint die Orte weiterhin, dass an diesen im April und Mai 1945 sogenannte Endphaseverbrechen durch die Nationalsozialisten verübt wurden bzw. dieser gedacht wird. Neben der kurzen Darstellung der Ereignisse anhand von teilweise bisher unveröffentlichten historischen Quellen lag der Fokus weiterhin auf der Untersuchung verschiedener Formen von Gedenken, seien es Kunstprojekte, oder Gedenk- und Zusatztafeln an Tatorten, Friedhöfen oder bei Kriegerdenkmälern – und damit auf der nicht selten durch jahrzehntelange Tabuisierung geprägten Erinnerungskultur. 
 
Parallel zur Website und deren Präsentation setzten sich im Herbst 2020 SchülerInnen im Rahmen eines mehrteiligen Workshops mit den Ereignissen und der sichtbaren und nicht sichtbaren Gedenkkultur ihres Heimatortes auseinander. Auf diese Weise wurde das Public History Projekt Zwischenräume sowohl methodisch als auch inhaltlich und geografisch bereits in eine nächste Phase geführt. Die Projektergebnisse werden im Herbst 2020 im Haus der Geschichte des Museum Niederösterreich präsentiert.
 
 
 
 

PROJEKTTEAM
Remigio Gazzari (Kurator ERLAUF ERINNERT)  

Christian Rabl (Zeithistorisches Zentrum Melk, wissenschaftliche Leitung)  

Johanna Zechner (Kuratorin ERLAUF ERINNERT)
 
VERMITTLUNGSPROJEKT: 
Wolfgang Fehrerberger (Zeithistorisches Zentrum Melk)

Dank:
Dipl.-Ing. Dr. Alfred Benesch
Katharina Blaas-Pratscher (Abteilung Kunst und Kultur, Land Niederösterreich, Kunst im öffentlichen Raum, bis 2018)
Richard Hochratner
Hans und Tobias Hochstöger
Martha Keil (Institut für jüdische Geschichte Österreichs)
Gregor Kremser (erinnern.at)
Tatiana Lecomte
Karin Lechner (Gemeinde Erlauf)
Christoph Lind (Institut für jüdische Geschichte Österreichs)
Philipp Mettauer (Institut für jüdische Geschichte Österreichs)
Johanna Rainer (Abteilung Kunst und Kultur, Land Niederösterreich, Kunst im öffentlichen Raum)
Christian Rapp (Museum Niederösterreich/Haus der Geschichte)
Katrina Petter (Abteilung Kunst und Kultur, Land Niederösterreich, Kunst im öffentlichen Raum)
Bertrand Perz (Universität Wien, Institut für Zeitgeschichte)
Florian Pumhösl
Wolfgang Quatember (KZ-Gedenkstätte Ebensee)
Michael Schrabauer (Gemeinde Erlauf)
Helmut Wallner
Alois Will
Manfred Zwirner
 
Gefördert aus Mitteln der Sektion Kunst und Kultur 
im Bundeskanzleramt Österreich.
Zwischenräume

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